Der Mond und die Musik

18. Juli 2019

Der Mond hat Musiker schon ewig fasziniert und inspiriert und die Songs die ihm gewidmet sind reichen für viele Playlists und Sampler: Die Galerie der Legenden die den Mond besangen reicht von Elvis ( „Blue Moon“) und Frank Sinatra („Fly me to the Moon“) bis hin zu Audrey Hepburn („Moon River“). Bereits im Frühjahr 1969 als das Rennen, um den ersten Mann auf dem Mond, noch die Welt in Atem hielt, arbeitete David Bowie an seinem Song „Space Oddity“. Aber der Anfang gestaltete sich eher zäh: Beatles-Produzent George Martin hatte dankend abgelehnt und Bowies späterer Lieblingsproduzent Tony Visconti hielt den Song für „billiges Abkassieren“ in Zeiten der Apollo-Euphorie. Am 20. Juni 1969 wurde der Song dann doch noch eingespielt, am Mellotron saß übrigens Rick Wakeman, der später mit der Progrockband Yes berühmt wurde. Die BBC nahm den Song aber erst ins Programm nachdem die Crew der Apollo 11 unbeschadet zurück auf der Erde angekommen war. In diesem Jahrtausend gilt „Space Oddity“ als Klassiker und als einer der besten Bowie-Songs überhaupt. Der Künstler selber amüsierte sich Jahre später darüber, dass die Nummer nichts mit der Mondlandung zu tun habe sondern eigentlich die traurige Geschichte des Major Tom erzähle, der sich im All verirrt. Die lustigste Coverversion spielte übrigens 2011 William Shattner alias Cpt Kirk vom Raumschiff Enterprise ein. Auch Pink Floyd waren 1969 vom Mond inspiriert. Und irgendwer bei der BBC war wohl Pink-Floyd-Fan, so dass die Band eingeladen wurde live zur Mondlandung am 20. Juli bei der BBC im Studio zu jammen: „Es war eine fantastische Vorstellung, dass wir Musik spielen während da oben Menschen auf dem Mond sind.“ Erinnerte sich David Gilmour mal. Der damals entstandene Song „Moonhead“ wurde nie offiziell veröffentlicht, ist aber bei You Tube zu hören. Mit ihrem Mega-Bestseller-Album „Dark Side ofthe Moon“ verewigten Pink Floyd den Mond dann endgültig. Aber der größte Mond-Fan ist vermutlich Neil Young: In 28 seiner Songs, von denen „Harvest Moon“ vielleicht der schönste ist, taucht der Himmelskörper auf. Und der Legende nach arbeitet Young besonders gerne bei Vollmond. Aber vielleicht hat das auch nur ein Fan bei Vollmond geträumt.